Der Wächter des Peel

Anfang Oktober 1944 wüten um die Dörfer Overloon und Venray heftige Gefechte. Die Deutschen haben den Venrayer Kirchturm, den Wächter des Peel, als Beobachtungsposten eingenommen. Sie beobachten, wie die Briten allmählich mit ihren Panzern vorrücken, und antworten mit schonungslosem Nebelwerfer- und Artillerie-Beschuss. Aber die Briten rücken trotz Beschuss, sumpfigem Boden und Minenfeldern stetig vor.

Im September/Oktober 1944 werden an verschiedenen Orten im niederländisch -deutschen Grenzgebiet erbitterte Gefechte ausgetragen. So auch bei Overloon und Venray. Britische Truppen unter Führung von General Whistler führen einen tagelangen, verbissenen Kampf, um zunächst Overloon zu befreien.

Am 14. Oktober ist der Widerstand endlich gebrochen und General Whistler kann seine Panzer und Soldaten von Overloon in Richtung Venray lenken. Vom Venrayer Kirchturm aus können die Deutschen die Truppenbewegungen der Alliierten ständig beobachten und frühzeitig ihren Nebelwerfer-und Artillerie-Eindheiten melden. Die nehmen ihrerseits die Briten unter Beschuss. Das Gebiet zwischen den beiden Dörfern besteht aus sumpfigem Weideland, vom häufigen Regen über die Ufer getretenen Bächen und dichten Wäldern. Kein einfaches Gelände für die tonnenschweren Sherman-und Churchill-Panzer.

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Hören Sie sich diese Geschichte an der Hörstation der Liberation Route Europe bei der großen Kirche in Venray an.

Liberation Route Europe Hörstation 202
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Die Deutschen haben die Brücken über den Loobeek, auf dem Weg von Overloon nach Venray und von Merselo nach Venray, gesprengt. Zudem haben sie unzählige Minen gelegt. Die großen Minenfelder sind ein massives Hindernis, das nur mit Minenräumpanzern überwunden werden kann. Diese Panzer fräsen sich mit sogenannten Minenflegeln einen Weg durch die Wiesen.

Während man sich auf dem Boden Meter um Meter vorkämpft, wird Venray aus der Luft beschossen. Der Turm der Petri-Ketten-Kirche wird zur Zielscheibe kombinierter Angriffe der britischen Typhoon-Jagdbomber und der Feldartillerie. Der Turm, Wächter des Peel genannt, muss unter allen Umständen ausgeschaltet werden. Erst am Mittwoch, den 18. Oktober fahren die ersten britischen Panzer in ein schwer beschädigtes Venray ein. Vom „Wächter des Peel“ ist nicht mehr viel übrig geblieben.

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